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Hörnli-Spieler holt EM-Gold  

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Jakub Paul gewann an der U18-Europameisterschaft der Tennisjunioren in Klosters Gold im Doppel. Der Hörnli-Spieler beendete an der Seite des Neuenburgers Damien Wenger eine 16-jährige Schweizer Durststrecke. Jakub Paul ist weiterhin im Hoch. Nachdem der 18-Jährige das Hörnli-Team bei den Aktiven in die prestigeträchtige NLB geführt hatte und anfangs Juli in Bellinzona einen weiteren U18-Schweizer-Meistertitel gewann, gelang ihm letzte Woche der bisher grösste Erfolg seiner Karriere. An der Seite des Neuenburgers Damien Wenger gewann Jakub Paul an der U18-Junioren-Europameisterschaft in Klosters die Goldmedaille. Gegen das stark aufspielende deutsche Duo Marvin Möller/Henri Squire standen die Schweizer im Halbfinale allerdings bereits mit dem Rücken zur Wand. „Die Wende haben wir geschafft, weil wir selbst beim Matchball gegen uns aggressiv blieben und dann einfach immer weiter kämpften“, erklärt Jakub Paul, der im spektakulären Halbfinale vor vielen begeisterten Zuschauern die prägende Figur war. Im Finale besiegten die an Nummer neun gesetzten Paul/Wenger die an Nummer 7 gesetzten Russen Egor Noskin/Alexey Zakharov mit 6:3, 6:3.
Dem Spiel den Stempel aufgedrückt
Am grossen Erfolg des Schweizer Teams hatte Jakub Paul grossen Anteil. Der Bündner, der  sich in den letzten Jahren in der Nationalen Elitesportschule Thurgau unter Trainer Ralph Zepfel das Tennisrüstzeug aneignete, servierte sehr stark, spielte mutig und machte wenig Fehler. Damien Wenger, der im Finale der Schweizer Meisterschaften gegen Paul das Nachsehen hatte, liess sich von seinem selbstsicher aufspielenden Partner mitreissen und kam im Verlaufe des Turniers ebenfalls immer besser in Fahrt. Das letzte Doppel-EM-Gold gab es für das Gastgeberland 2001 zu feiern. Damals gewannen Stéphane Bohli und Roman Valent im Finale gegen den späteren Top-Ten-Spieler Robin Söderling und Christian Johansson aus Schweden. Drei Jahre zuvor scheiterte in Klosters Roger Federer sowohl im Einzel wie im Doppel. Mit dem Doppelgold machte Jakub Paul seine Niederlage im Einzel vergessen. Der Churer scheiterte in der dritten Runde am starken Tschechen Michael Vrbensky knapp in drei Sätzen.
Eine gute Erfahrung
Alina Granwehr konnte an der U14-EM in Most Tschechien nicht ihr ganzes Potenzial abrufen. Die Wilenerin verlor in der ersten Runde gegen Julia Lovqvist in zwei Sätzen. Viel vorzuwerfen braucht sich die Hinterthurgauerin aber nicht. An der starken Schwedin, die schliesslich erst in den Halbfinals gebremst werden konnte, scheiterten auch deutlich besser klassierte Spielerinnen. „Obwohl ich mir mehr erhofft hatte, war die EM für mich eine gute Erfahrung“, sagt Alina Granwehr, die nach ihrem Mammutprogramm im Juli nun einige freie Tage im Tessin geniesst. Im Doppel war für Alina Granwehr/Julie Schalch in den Viertelfinals Endstation. Die beiden Rumäninnen Fatima Keita und Alexandra Petric waren eine zu hohe Hürde für die beiden Schweizerinnen.
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Jakub Paul (rechts) gelang an der Junioren-EM in Klosters der bisher grösste Erfolg seiner Karriere.

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