Junioren

Details

Thurgauer Medaillen im Tessin  

web_sm.jpg web_alina.jpg webpaul.jpg
Derweil sich Hörnlispieler Jakub Paul an den Titelkämpfen der Tennisjunioren am Wochenende in Bellinzona Gold im Einzel und Silber im Doppel sicherte, machte es Alina Granwehr aus Wilen bei Wil genau umgekehrt. Gesamthaft gewannen die Thurgauer Nachwuchskräfte und Talente aus der Nationalen Elitesportschule an den Schweizer Meisterschaften neun Medaillen. Auf Jakub Paul (N3.44) ist an Schweizer Meisterschaften Verlass. Der Bündner, der seit vielen Jahren in Kreuzlingen lebt und trainiert, gewann bereits seine vierte Goldmedaille im Einzel. Der an Nummer zwei gesetzte Hörnlispieler dominierte seine Gegner in der Königskategorie und musste nur gerade im Finalspiel gegen den topgesetzten Neuenburger Damien Wenger (N3.38) über die volle Distanz. Letztlich konnte aber auch Wenger nicht mit dem Hallenmeister mithalten. Der Entscheidungssatz ging gleich mit 6:0 an das Talent aus der Nationalen Elitesportschule Thurgau. Einen Tag zuvor hatte sich Jakub Paul an der Seite von Gabriel Currlin bereits Silber im Doppel gesichert. Der 18-jährige Paul wird seine Trainingszelte nach den Sommerferien im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel aufschlagen und die PMS Kreuzlingen nach drei Semestern unterbrechen. „Vor allem längere Turnierabwesenheiten waren mit der Schule fast nicht mehr unter einen Hut zu bringen“, begründet Paul, der seine Juniorenkarriere mit dem Double abschliesst.
Gold und Silber für Granwehr
Ihren zweiten Meistertitel im selben Jahr strebte auch Alina Granwehr (R1) aus Wilen an. Nachdem die am Donnerstag 14 Jahre alt gewordene Winter-Schweizer-Meisterin im Finalspiel gegen die Zentralschweizerin Kiara Cvetkovic (R1) ihr gewohnt schnelles Spiel aufziehen konnte und das Geschehen auf dem Court 2 in Bellinzona nach Belieben dominierte, schien eine weitere Goldmedaille bereits in Griffweite zu liegen. Ihre defensiv eingestellte Gegnerin erhielt jedoch plötzlich die Überhand, eroberte Punkt um Punkt und machte die herrlichsten Angriffsbälle der wie gewohnt offensiv aufspielenden Hinterthurgauerin zunichte. „Das hätte mir nicht passieren dürfen“, resümierte Alina Granwehr nach dem Finalspiel, welches sie trotz einer 5:1-Führung und nach zwei Satzbällen schliesslich mit 5:7 und 1:6 verlor. Die tags zuvor im Doppel gewonnene Goldmedaille dürfte die Wilenerin, die nach den Sommerferien ebenfalls nach Biel umziehen wird und die Schweiz wie Paul an den Europameisterschaften vertreten darf, etwas über die unnötige Niederlage hinwegtrösten. Die ausgezeichnete Thurgauer Bilanz rundete die 11-jährige Mirabell Ehret Lopez ab. Die in Bottighofen wohnhafte R4-Spielerin spielte sich an ihren ersten Titelkämpfen als Ungesetzte in der Kategorie U12 bis in die Halbfinals vor. Lea Magun (N4.57) aus Frauenfeld bewies in der Kategorie U16 einmal mehr ihre grossen Fortschritte, musste sich aber in den Viertelfinals gegen die an Nummer zwei gesetzte Kristina Milenkovic (N3.40) geschlagen geben. Stark waren auch die Vorstellungen des Bergers Joel Alt (N4.114), der bei den Unter-18-Jährigen in den Viertelfinals scheiterte.
Gute Bilanz der NET-Talente
Melody Hefti gewann bei den Unter-16-Jährigen Bronze im Einzel und an der Seite ihrer Trainingspartnerin Sophie Lüscher Gold im Doppel. Die gute Bilanz der NET-Schützlinge rundeten Larissa Tschenett und Geremia Rossi mit ihren Silbermedaillen im Doppel ab.

Marie-Theres Brühwiler

Bild Marie-Theres Brühwiler
Die amtierenden Hallen-Schweizermeister Alina Granwehr und Jakub Paul waren auch auf Sand erfolgreich

Zurück