Junioren

Details

Einheitliche Passion - unterschiedliche Wege  

granwehralina2017hochk.jpg keller_nadine.jpg magun_lea_28.jpg
Das Leben von Alina Granwehr, Nadine Keller und Lea Magun spielt sich grossmehrheitlich auf den Tenniscourts ab. Die drei aktuell besten Thurgauer Tennisjuniorinnen gehen jedoch trotz ähnlicher Leidenschaft unterschiedliche Wege. Vor gut drei Monaten hat Alina Granwehr ihren ersten Schweizer Meistertitel gewonnen. „Das war ein sehr schöner Erfolg, ist aber erst ein kleiner Schritt. Ich weiss, dass ich hart weiter arbeiten muss, wenn ich mich international behaupten will“, sagt die 13-Jährige. Die Wilenerin konzentriert sich jedoch nicht nur auf den Sport, sondern hat kürzlich auch die Aufnahmeprüfung für die Kantonsschule bestanden. „Ich konnte nicht viel in die Prüfungsvorbereitung investieren, habe aber die zur Verfügung stehende Zeit optimal genützt“, resümiert Alina Granwehr, die diesen Frühling mehrere Ausland-Delegationen mit Swiss Tennis bestritt. Die Frühlingsferien in der Schule nutzt die R1-Spielerin, um in Portugal ein U14-Tennis-Europe-Turnier der höchsten Kategorie zu spielen. Die erste Runde gegen eine starke Spanierin hat sie bereits erfolgreich überstanden. In den nächsten Wochen muss sich die Nummer 112 der U14-Tennis Europe Rangliste entscheiden, ob sie im Sommer in die Kantonsschule Wil gehen will oder einen tennisspezifischeren Weg einschlagen möchte.
Ihrem Trainer gefolgt
Den für Alina Granwehr anstehenden Entscheid hat die um zwei Jahre ältere Lea Magun schon getroffen. Die Frauenfelderin ist im letzten Jahr ihrem Trainer Thomas Walter trotz bestandener Aufnahmeprüfung an die Pädagogische Maturitätsschule Kreuzlingen nach Biel gefolgt und kann in der Swiss Tennis Academy in einem spitzensportorientierten Umfeld Schule und Training perfekt verbinden. Die mehrfache Thurgauer Juniorenmeisterin hat sich für die auf Leistungssportler ausgerichtete Sporthandelsschule BFB entschieden. „Das passt für mich sehr gut“, erklärt die 15-Jährige, die in der Nationalen Tennisrangliste 15 Ränge übersprungen hat, neu die Nummer 57 der Schweiz ist und im Tennis-Europe-Ranking der Unter-16-Jährigen bereits an Position 89 liegt. Für Lea Magun, die sich derzeit in Marokko auf die Sandsaison vorbereitet, geht es nun darum, möglichst schnell auf der internationalen Turnierbühne der Unter-18-Jährigen (ITF-Tour) Fuss zu fassen.
Auf allen Ebenen gefordert
Nadine Keller ist die Nummer 49 der Schweiz und spielt anders als Alina Granwehr keine Tennis-Europe-Turniere mehr, sondern konzentriert sich ausschliesslich auf die ITF-Tour. „Ich bin froh, dass nun die Sandsaison beginnt“, erklärt die 16-Jährige. Die Dussnangerin ist mit ihrer Hallen-Bilanz nicht ganz zufrieden. „Obwohl ich gar nicht so schlecht gespielt habe, blieb ich zuletzt leider einige Male bereits in der ersten Runde auf der Strecke.“ Nadine Keller absolviert seit Sommer das Sport-KV und ist überzeugt, dass dies für sie eine optimale Lösung ist. „Ich konnte meine Trainingsintensität steigern und habe doch eine solide Ausbildung vor Augen“, freut sich die aktuelle Nummer 737 der Juniorinnenweltrangliste. „Ich muss jedoch in der Schule und auf den Courts vollsten Einsatz geben. Im Tennis muss ich vor allem am Service und an meiner Vorhand arbeiten.“

Marie-Theres Brühwiler

Bild von Mario Gaccioli
Alina Granwehr schafft den Spagat zwischen Spitzensport und Schule bisher noch im gewohnten Umfeld

Zurück