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Erster Titel für Alina Granwehr  

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Gegen Alina Granwehr waren am Wochenende alle Gegnerinnen chancenlos. Die 13-jährige Wilenerin sicherte sich in Kriens souverän ihren ersten Schweizer Meistertitel. Der Hörnli-Spieler Jakub Paul gewann bereits seinen dritten nationalen Titel. Alina Granwehr (R1) spielte an der Talentschau der besten Schweizer Tennisjunioren in Kriens am Wochenende im grossen Stil auf. Nachdem die an Nummer drei gesetzte Wilenerin in den Halbfinals der Schweizer Hallenmeisterschaften in der Tennishalle Pilatus am Sonntagmorgen die topgesetzte Zentralschweizerin Klara Cvetkovic (R1) mit 6:3, 6:4 besiegt hatte, war die 13-Jährige nicht mehr zu bremsen. Das Finalspiel gegen die Westschweizerin Sebastianna Scilipoti war eine Machtdemonstration der Hinterthurgauerin.
Die Nerven behalten
Einzig beim Stand von 6:1, 4:2 geriet Alina Granwehr kurz ins Wanken. Die U12-Vize-Schweizermeisterin von 2015 liess sich davon nicht beirren, machte die Chancen ihrer Gegnerin zunichte und behielt auch die Nerven als die Westschweizerin den ersten Matchball abwehren konnte und mit dem 3:5 noch einmal näher herankam. „Es war gar nicht so einfach, mit dem ersten Schweizer Meistertitel vor Augen den Sack zuzumachen“, betonte Alina Granwehr nachdem sie ihren dritten Matchball verwertet und das über weite Teile sehr einseitig verlaufene Finalspiel mit 6:1, 6:3 beendet hatte. Der Titel bedeute ihr sehr viel. „Aber ich weiss auch, dass ich mich nicht auf diesen Lorbeeren sonnen darf“, betonte die frischgebackene U14-Schweizer Meisterin. Dass die Form von Alina Granwehr stimmt, hatte sich in den letzten Wochen auch auf der internationalen Turnierbühne angedeutet. Die Thurgauerin ist im Tennis-Europe-Ranking im Vormarsch und will diesen Aufwärtstrend auch nächste Woche in Tarbes (Frankreich) fortsetzen.  
Jakub Paul eine Klasse für sich
Der Bündner Jakub Paul (N4.101), der seit vielen Jahren in Kreuzlingen trainiert und deshalb die Klubfarben des TC Hörnli Kreuzlingen vertritt, gewann am Wochenende in Kriens bereits seinen dritten nationalen Meistertitel. Obwohl der amtierende Thurgauermeister diesmal ungesetzt war, konnte ihm auch bei den jüngsten Titelkämpfen keiner das Wasser reichen. Für seinen Trainer Ralph Zepfel kam der Erfolg nicht überraschend. „Kubi hat in den letzten Wochen auch auf der internationalen ITF-Tour hervorragende Leistungen gezeigt und war für mich deshalb auch bei den Schweizer Meisterschaften der Favorit“, betonte Ralph Zepfel nach dem deutlichen 7:5, 6:2-Finalsieg seines Schützlings in der Königskategorie. Jakub Paul gab in der Zentralschweiz keinen einzigen Satz ab.
Starke Leonie Küng
Auch der U18-Meistertitel bei den Mädchen ging an eine Spielerin, die zumindest im NLA-Interclub jeweils den TC Hörnli Kreuzlingen vertreten hatte. Die Schaffhauserin Leonie Küng (N2.24) gewann wie Paul ihren dritten Schweizer Meistertitel. Die 16-jährige Nadine Keller (N4.52) aus Dussnang verlor in der zweiten Runde der Unter-18-Jährigen gegen die um ein Jahr ältere und besser klassierte Tessinerin Kim Fontana (N3.42) in drei Sätzen. Lea Magun (N4.72) scheiterte eine Alterskategorie tiefer nach einer sehr starken Erstrundenvorstellung in der zweiten Runde gegen die spätere Schweizermeisterin Bojana Klincov (N3.44) knapp in drei Sätzen. Joel Alt (N4.113, U18) aus Berg hatte wie Qualifikantin Jael Schwarz (R3, U14) aus Matzingen in der ersten Runde das Nachsehen. Qualifikantin Alina Zepfel aus Güttingen musste krankheitsbedingt auf einen Start verzichten.

Marie-Theres Brühwiler
Bild von MTB

Alina Granwehr aus Wilen gewann am Wochenende ihren ersten Schweizer Meistertitel
 

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